13.01.2026
Hey fährst du deinen Oldtimer auch im Winter? Das Wetter ist zwar kalt, die Sonne geht schon früh unter, aber dennoch hat die Landschaft mit dem Eis und Schnee so seine Besonderheiten. Für dein Fahrzeug ist der Winter natürlich auch kein Problem wenn du unsere Tips beachtest. Wir haben für eine Kleine Rundfahrt im Januar unseren alten Ford aus dem Winterlager geholt, da er eh fürs ganze Jahr angemeldet ist. Als erstes haben wir uns versichert, dass das Kühlmittel auch bei den Temperaturen nicht einfriert, ganz einfach mit einer speziellen Kühlmittelspindel. Was man hier nicht vergessen darf ist das Scheibenreinigungswasser, das haben wir geprüft und dann mit einer Wintervariante für bis zu - 30° aufgefüllt, sodass nichts vereisen kann. Für den Schnee haben wir dann noch die Reifen gewechselt auf welche mit Alpine Symbol (ein Berg mit drei Spitzen und Schneeflocke in der Mitte). Dies sorgt für bessere Traktion und vor allem gibt es eine situationsbedingte Pflicht für solche Reifen bei Schnee und Eis auf der Fahrbahn. Die Winterreifen sind zudem weicher und haften daher auch bei niedrigen Temperaturen gut auf Asphalt.
Der nächste Schritt war dann die Batterie zu prüfen und nochmal nach zuladen. Im Winter ist das Öl dicker und die Leistung der Batterie schlechter, daher muss diese deutlich stärker arbeiten als sonst und eine zu geringe Ladung würde dann doch ziemlich schnell mit Startproblemen Enden.
Da wir einen Benziner haben mussten wir uns um den Kraftstoff keine Sorgen machen, wenn du einen Diesel hast sollte sicher gestellt sein, dass nur Winterdiesel im Tank ist da der Sommerdiesel bei Minusgraden ausflocken kann und dann die Kraftstofffilter verstopft.
Nächster Schritt bei uns war dann warm anziehen. Die Heizung ist zwar da aber nicht ganz so warm wie man es heutzutage kennt. Dann ging’s endlich los. Die Straßen in der Lüneburger Heide waren natürlich alles andere als Schneefrei aber dennoch gut zu befahren. Nach knapp 2h sind wir in Lüneburg angekommen und haben uns dort mit einem Bekannten zum Kaffee getroffen. Aufm Rückweg sind wir dann noch zwei mal angehalten um die Landschaft schön mit der Kamera einzufangen. Der Schnee auf den Tannen mit dem Raureif auf den Laubbäumen einfach schön.
Zurück in der Werkstatt haben wir dann erstmal den Schnee im Radkasten und an den Schwellern entfernt damit dort kein Wasser mehr steht. Anschließend konnten wir bei uns noch eine Unterbodenwäsche durchführen. Das ist super wichtig damit das Salz was beim Streuen auf die Straße gelangt ist und sich beim Fahren am Unterboden angesammelt hat nicht den Rost am Fahrzeug beschleunigt.
Zu guter letzt haben wir unser Ladegerät an die Batterie angeschlossen und das Fahrzeug trocknen lassen. Am folge Tag haben wir dann nochmals das Wasser unterm Auto entfernt damit auch keine Feuchtigkeit von untenher aufsteigt.
Also wenn ihr losfahren wollt checkt eure Flüssigkeiten auf Frostfestigkeit und ggfs. auch auf ein passendes Ölwechsel. Moderne Öle sind für Winter und Sommer nutzbar aber die ausnahmen bestätigen die Regel:) Dann solltet ihr noch auf die passenden Reifen achten und dran denken das wir eine Winterreifenpflicht haben. und als wichtigster Punkt: Entfernt das Eis/Schnee Gemisch vom Fahrzeug sobald es möglich ist damit das Salz nicht lange am Lack und Unterboden ist auf Dauer beschleunigt, dass die Korrosion.
Als Geheimtipp: Kommt doch vor dem Winter zu uns in die Oldtimerwerkstatt und sprecht uns auf einen Wintercheck an und wir schauen einmal ob euer Fahrzeug noch irgendwas braucht um im Winter auch Problemlos zu funktionieren.
Ben - 12:16:07 @ Allgemein
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